
Das Lager bestand aus fünf Häftlingsbaracken, die von einem Stacheldrahtzaun umgeben waren. Mehrere kleine Bunker und Wachtürme sicherten das Gelände.


In diesem Lager waren Häftlinge unterschiedlicher Nationalitäten untergebracht. Durch die schwere körperliche Arbeit, die völlig unzureichende Ernährung und die oftmals unmenschliche Behandlung kamen viele Häftlinge ums Leben. Namentlich belegt ist der Tod von 248 Häftlingen in der Zeit von Mai 1943 bis März 1945.
Axelle de Savigny, die Großnichte von Christian Cotteau de Simoncourt, erinnerte an ihren Onkel. Sie erzählte die Geschichte eines jungen Franzosen, der sich mit 17 Jahren dem französischen Widerstandsnetzwerk „F2“ anschloss, von der Gestapo verhaftet wurde und dessen Leben in der nationalsozialistischen Gewaltmaschinerie hier auf der Insel ausgelöscht wurde.



Die neue Erinnerungsstätte soll genau solche Schicksale sichtbar machen. Und wir können stolz sein, dass Schüler unserer Schule an der Gestaltung dieser Erinnerungsstätte beteiligt sein konnten.
Text und Fotos: Frau Juretzko
