
Mithilfe zweier menschlicher Schablonen lernten die Kinder den Unterschied zwischen dem „äußeren“ und dem „inneren“ Menschen kennen. Während der äußere Mensch sichtbar ist, stehen im „Inneren“ Gefühle, Gedanken und Sorgen.

Während eine Geschichte vorgelesen wurde, in der ein Kind beleidigt und ausgegrenzt wird, rissen die Schülerinnen und Schüler Stücke aus der inneren Figur heraus. So wurde sichtbar gemacht, wie verletzend Worte sein können und dass sie Spuren hinterlassen.
Anschließend sagten die Kinder freundliche und aufbauende Dinge zu dem „zerrissenen Kind“ und klebten die herausgerissenen Stücke wieder an die Figur. Dabei wurde deutlich: Nette Worte können helfen, einen Menschen wieder aufzubauen und seelische Wunden etwas zu heilen. Dennoch bleiben Verletzungen durch beleidigende oder ausgrenzende Worte häufig bestehen und hinterlassen Spuren.
Das Projekt zeigte den Kindern eindrucksvoll, wie wichtig ein respektvoller Umgang miteinander ist. Ziel war es, ihre Empathie zu stärken und die Schülerinnen und Schüler für die Wirkung ihrer Worte zu sensibilisieren. Während des gesamten Projektes arbeiteten die Kinder engagiert mit und konnten ihre eigene Rolle innerhalb der Klassengemeinschaft gut reflektieren. Gemeinsam wurde vereinbart, einen Neuanfang ohne Beleidigungen und Ausgrenzung einzelner Schülerinnen oder Schüler zu schaffen. Dadurch soll das Gemeinschaftsgefühl weiter gestärkt werden, sodass die Klasse noch enger zusammenwächst und sich alle Kinder wohl und akzeptiert fühlen.
Text und Fotos: Team Schulsozialarbeit
