Sachunterricht zum Anfassen: Klasse 2a nimmt Bäume unter die Lupe

Ausgerüstet mit Forscheraufträgen auf Klemmbrettern ging es für die Grundschulkinder gemeinsam mit Frau Verclas am Morgen des 27. Oktobers 2026 los. Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Friedrich begleitete uns. Zunächst wurde der Schulhof nach Fundstücken rund um Laubbäume abgesucht. Viele Gruppen wurden fündig und klebten ihre Baumteile auf den vorbereiteten Streifen. Dann wurde das Areal um den Wald erweitert, sodass auch Bestandteile von Nadelbäumen entdeckt und begutachtet werden konnten. Auf dem Rückweg machte die Gruppe an der Kita Halt, da die Kinder wussten, dass es dort einen Kastanienbaum gibt.

Nach einer knappen Stunde trugen alle Expertenpaare ihre Ergebnisse in der Schule im Erzählkreis zusammen. Mit Fachbegriffen wie „gezähnt“, „glatt“ oder „herzförmig“ konnten die Kinder ihre Blätter genau beschreiben und einige wussten sogar, wie die dazugehörigen Baumarten heißen. Abschließend sangen alle gemeinsam ein Lied über die Bäume, um die ersten Begriffe zu festigen.

Mit dieser fächerübergreifenden Doppelstunde erhielt die 2a einen interaktiven Einstieg in das Themenfeld „Baum“ und ist schon gespannt darauf, wenn es in der nächsten Woche weiter in die Tiefe geht.

Text und Fotos: Frau Verclas

 

 

In 60 Minuten um die Welt – Grundschule Karlshagen wieder beim Usedomer Musikfestival 2026

Die Vorbereitungen dafür hatten bereits am 7. und 8. Oktober begonnen. Gemeinsam übten die Kinder während mehrerer Schulstunden ein Stück für ihren Auftritt ein und wurden dabei tatkräftig von der Musikpädagogin Frau Kähler unterstützt.

Am Freitagmorgen startete schließlich unser großer Ausflug. Schon die Anreise hatte es in sich: Aufgrund des Schienenersatzverkehrs wurde die Fahrt zu einer kleinen Odyssee mit insgesamt vier verschiedenen Zügen und Bussen. Doch alle 42 Kinder meisterten die Reise prima und kamen gut in Ahlbeck an.

Dort angekommen, ging es zunächst in die Pommernhalle zur Generalprobe. Anschließend konnten sich alle bei einer ausgiebigen Mittagspause auf dem Spielplatz an der Strandpromenade stärken und austoben.

Dann war es endlich so weit: Vor einem großen Publikum präsentierten die Kinder stolz, was sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Begleitet von einem großartigen Orchester unter der Leitung von Herrn Kähler wurde der Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Auch die anderen Grundschulen der Insel hatten tolle Beiträge vorbereitet. Gemeinsam nahmen uns die Kinder mit auf eine musikalische und tänzerische Reise rund um den Globus und das alles in nur 60 Minuten!

Nach dem gelungenen Auftritt mit tosendem Beifall wartete auf die Kinder, die auch den Rückweg mit dem Zug antraten, noch ein weiterer Spielplatzbesuch. Doch irgendwann hieß es Abschied nehmen und die lange Heimreise antreten. Die Zeit im Zug wurde dabei kurzerhand für ein paar gemeinsame Gesellschaftsspiele genutzt.

Für uns endete dieser erlebnisreiche Wandertag schließlich um 18:20 Uhr in Karlshagen. In Erinnerung bleibt ein langer, aufregender Tag voller Musik, Bewegung und gemeinsamer Erlebnisse.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die dieses musikalische Abenteuer möglich gemacht haben! 🎶
Text und Fotos: Frau Ulrich

Klassen 5a und 5b auf Spurensuche in die Vergangenheit Karlshagens

 

Schon bei der Einführung gab es viel Interessantes über die Geschichte und Entwicklung ihres Heimatortes zu erfahren. Wichtig war die Info, dass Karlshagen im Jahr 2029 sein 200-jähriges Bestehen feiern wird.

Anschließend gab es jede Menge auch selbst zu entdecken: Ein Schlagbutterfass, eine Wäschemangel, ein Spinnrad und zahlreiche weitere historische Gegenstände ließen die Vergangenheit lebendig werden. Die Schülerinnen und Schüler staunten darüber, mit welchen einfachen Hilfsmitteln die Menschen früher ihren Alltag meisterten und wie viel Handarbeit hinter vielen Dingen steckte, die heute selbstverständlich sind.

Der Besuch war wie eine kleine Zeitreise, die eindrucksvoll zeigte, wie sehr sich das Leben im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verändert hat.
Mit vielen neuen Eindrücken und so mancher überraschenden Erkenntnis kehrten die Klassen zurück. Nun wissen die Schülerinnen und Schüler ein wenig mehr über die Vergangenheit Karlshagens.

Text und Fotos: Frau Juretzko

„Geheimnisse von Stettin“ – unser deutsch-polnischer Schüleraustausch 2026

Mittwoch: Auf nach Stettin! 

Am Mittwoch machten wir uns mit einer Schülergruppe mit dem Zug von Swinemünde auf den Weg nach Stettin. Dort wurden wir am Bahnhof herzlich empfangen und zu unserer Jugendherberge gebracht. Nach einer ersten Kennenlernrunde und einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zur Schule. Dort teilten wir uns in gemischte deutsch-polnische Gruppen auf. Bei einer spannenden Stadtrallye erkundeten wir Stettin auf ganz besondere Weise. An verschiedenen Sehenswürdigkeiten warteten kreative Aufgaben auf uns. So sollten wir beispielsweise Szenen nachspielen und uns als Gruppe vor den jeweiligen Sehenswürdigkeiten fotografieren lassen. 

Am Ende des Tages hatten wir nicht nur viele Eindrücke gesammelt, sondern auch stolze 25.000 Schritte zurückgelegt! Zufrieden, aber auch ein wenig erschöpft, kehrten wir in die Jugendherberge zurück. Nach dem Abendessen ließen wir den Tag bei gemeinsamen Aktivitäten gemütlich ausklingen. 

Donnerstag: Wasser, Schule und Kreativität 

Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir am Donnerstag zu einem weiteren spannenden Programmpunkt: dem Zentrum der Wasserwissenschaft. Dort erkundeten wir in gemischten deutsch-polnischen Gruppen ein Museum, in dem sich alles rund um das Thema Wasser und Nautik drehte. Auf anschauliche und abwechslungsreiche Weise konnten wir Neues erfahren und unser Wissen erweitern. 

Auf dem Rückweg zur Jugendherberge besuchten wir die polnische Schule und erhielten einen Einblick in den Schulalltag unserer Austauschpartner. Nach dem Mittagessen blieb Zeit für eigene Unternehmungen. Viele nutzten die Gelegenheit, um beim Shoppen die Stadt weiter zu erkunden. 

Am Abend wartete noch ein kreativer Programmpunkt auf uns: Nach einem gemeinsamen Pizzaessen gestalteten wir T-Shirts und bastelten Armbänder. Dabei wurde viel gelacht, gewerkelt und miteinander auf Englisch gesprochen. So entstanden nicht nur schöne Erinnerungsstücke, sondern auch weitere Gelegenheiten, sich besser kennenzulernen.  

Freitag: Rückblick und gemeinsame Erinnerungen 

Am Freitagmorgen ließen wir die vergangenen Tage bei einer Feedbackrunde Revue passieren. Wir tauschten unsere Eindrücke aus, erzählten von unseren schönsten Erlebnissen und überlegten, was uns besonders gefallen hatte. 

Hier sind einige Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler: 

„Dadurch, dass wir alle in einem Hostel übernachtet haben, konnten wir viel Zeit miteinander verbringen. Wir haben neue Freunde gefunden.“ 

„Es war cool, viel Englisch miteinander zu sprechen. Ich konnte ein paar polnische Worte lernen.“    

„Ich fand das Stadtspiel in gemischten deutsch-polnischen Gruppen richtig cool und ich mochte die gemeinsamen Aktivitäten wie z.B. T-Shirts bemalen.“  

„Es war eine wunderbare Erfahrung und ich würde beim nächsten Schüleraustausch gerne wieder dabei sein.“  

Unser Fazit:

Wir haben neue Menschen kennengelernt, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdeckt, Sprachkenntnisse angewendet und gelernt, wie viel man miteinander erleben kann, auch wenn man nicht dieselbe Muttersprache spricht.  

Die gemeinsamen Aktivitäten haben uns als Gruppe näher zusammengebracht und gezeigt, wie wichtig Offenheit, Neugier und gegenseitiger Respekt sind. Wir nehmen viele schöne Erinnerungen, neue Erfahrungen und vielleicht sogar die eine oder andere neue Freundschaft mit nach Hause. 

Der Schüleraustausch ist weit mehr als nur eine Reise in ein Nachbarland – er ist ein lebendiger Baustein für ein geeintes Europa. Indem wir Barrieren abbauen, Vorurteile überwinden und gemeinsam lachen, lernen wir, dass uns mehr verbindet als uns trennt. Solche Begegnungen verwandeln fremde Gesichter in echte Freunde und legen den Grundstein für ein verständnisvolles, friedliches Miteinander – über Grenzen hinweg.  

Ein herzlicher Dank geht an das Deutsch-Polnische Jugendwerk für die finanzielle Unterstützung, an die Eltern der Teilnehmer, an das Haus des Gastes in Karlshagen für die Giveaways, an das Lehrerkollegium für die Gastgeschenke sowie an die Schule Nr. 10 in Stettin für die wunderbare Gastfreundschaft und Zusammenarbeit. Wir sagen „Dziękujemy“ (Danke) für diese schöne gemeinsame Zeit und freuen uns auf weitere Begegnungen! 

Text und Fotos: Carolin Niemann und Jelena Schellner sowie die Schüleraustauschgruppe aus den Klassen 7 und 8 der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen 

„Mein Körper gehört mir!“ – Ein Projekt zur Stärkung von Selbstbestimmung und persönlichen Grenzen an der Grundschule Karlshagen

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich altersgerecht mit ihrem Körper und ihren Gefühlen auseinander. Sie lernten, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, diese klar zu benennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Frage: Was kann ich tun, wenn sich eine Situation unangenehm anfühlt oder mich überfordert? Die Kinder wurden darin bestärkt, sich in solchen Situationen Unterstützung und Hilfe bei vertrauten Erwachsenen zu holen.
Zu Beginn des Projektes führte das Video „Dein Körper gehört dir!“ in das Thema ein. Anschließend konnten die Kinder in einer Gesprächsrunde ihre Gedanken und Erfahrungen austauschen und gemeinsam über Situationen sprechen, in denen sich etwas gut oder weniger gut anfühlt.
Anhand der Geschichte „Leo“ beschäftigten sich die Jungen und Mädchen anschließend mit unterschiedlichen Situationen und Gefühlen. Die Übung „Körper-Landkarte“ half dabei, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und zwischen angenehmen und unangenehmen Berührungen beziehungsweise Situationen zu unterscheiden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Kennenlernen des eigenen „Wohlfühlbereichs“ bzw. der „Sicherheitsblase“. In verschiedenen Übungen, unter anderem paarweise, erfuhren die Kinder ganz praktisch, dass jeder Mensch unterschiedliche persönliche Grenzen hat. Dabei wurde deutlich: Meine Grenze darf anders sein als die Grenze eines anderen – und beide sind wichtig und richtig.
Besonders intensiv beschäftigten sich die Kinder mit dem „Stopp“-Sagen und dem Setzen persönlicher Grenzen. Sie übten, deutlich „Stopp!“ oder „Nein!“ zu sagen und die Grenzen anderer zu akzeptieren. Dabei ging es nicht nur darum, die eigene Stimme zu finden, sondern auch, ein klares „Stopp“ des Gegenübers ernst zu nehmen.
 
Zum Abschluss gab es Raum für offene Fragen, eine gemeinsame Zusammenfassung und den Austausch darüber, was die Kinder aus dem Projekt mitnehmen. Als Anerkennung für ihre aktive Teilnahme erhielten alle Mädchen und Jungen ein „Wohlfühl-Diplom“.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kinder. Sie erfahren: Mein Körper gehört mir. Meine Gefühle sind wichtig. Ich darf Grenzen setzen. Und ich darf mir Hilfe holen, wenn ich mich unwohl, unsicher oder überfordert fühle.
Gleichzeitig lernen die Kinder, die persönlichen Grenzen ihrer Mitschüler wahrzunehmen und zu respektieren.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team Schulsozialarbeit für die engagierte Ausarbeitung und Durchführung des Projektes sowie allen beteiligten Klassen für ihre Offenheit und das schöne Miteinander.