
Die Schülerinnen und Schüler setzten sich altersgerecht mit ihrem Körper und ihren Gefühlen auseinander. Sie lernten, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, diese klar zu benennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Frage: Was kann ich tun, wenn sich eine Situation unangenehm anfühlt oder mich überfordert? Die Kinder wurden darin bestärkt, sich in solchen Situationen Unterstützung und Hilfe bei vertrauten Erwachsenen zu holen.
Zu Beginn des Projektes führte das Video „Dein Körper gehört dir!“ in das Thema ein. Anschließend konnten die Kinder in einer Gesprächsrunde ihre Gedanken und Erfahrungen austauschen und gemeinsam über Situationen sprechen, in denen sich etwas gut oder weniger gut anfühlt.
Anhand der Geschichte „Leo“ beschäftigten sich die Jungen und Mädchen anschließend mit unterschiedlichen Situationen und Gefühlen. Die Übung „Körper-Landkarte“ half dabei, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und zwischen angenehmen und unangenehmen Berührungen beziehungsweise Situationen zu unterscheiden.


Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Kennenlernen des eigenen „Wohlfühlbereichs“ bzw. der „Sicherheitsblase“. In verschiedenen Übungen, unter anderem paarweise, erfuhren die Kinder ganz praktisch, dass jeder Mensch unterschiedliche persönliche Grenzen hat. Dabei wurde deutlich: Meine Grenze darf anders sein als die Grenze eines anderen – und beide sind wichtig und richtig.
Besonders intensiv beschäftigten sich die Kinder mit dem „Stopp“-Sagen und dem Setzen persönlicher Grenzen. Sie übten, deutlich „Stopp!“ oder „Nein!“ zu sagen und die Grenzen anderer zu akzeptieren. Dabei ging es nicht nur darum, die eigene Stimme zu finden, sondern auch, ein klares „Stopp“ des Gegenübers ernst zu nehmen.

Zum Abschluss gab es Raum für offene Fragen, eine gemeinsame Zusammenfassung und den Austausch darüber, was die Kinder aus dem Projekt mitnehmen. Als Anerkennung für ihre aktive Teilnahme erhielten alle Mädchen und Jungen ein „Wohlfühl-Diplom“.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kinder. Sie erfahren: Mein Körper gehört mir. Meine Gefühle sind wichtig. Ich darf Grenzen setzen. Und ich darf mir Hilfe holen, wenn ich mich unwohl, unsicher oder überfordert fühle.
Gleichzeitig lernen die Kinder, die persönlichen Grenzen ihrer Mitschüler wahrzunehmen und zu respektieren.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team Schulsozialarbeit für die engagierte Ausarbeitung und Durchführung des Projektes sowie allen beteiligten Klassen für ihre Offenheit und das schöne Miteinander.

