Insgesamt 29 Schülerinnen und Schüler nutzten diese Möglichkeit und absolvierten ihren Praxislerntag in 24 Unternehmen und Betrieben zwischen Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz und Wolgast. Dabei konnten die Jugendlichen ganz unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen und eigene Interessen und Fähigkeiten praktisch erproben. „Es war etwas ganz anderes, einmal nicht nur über Berufe zu sprechen, sondern selbst mitzuarbeiten und zu erleben, wie ein normaler Arbeitstag aussieht.“, berichtet ein Schüler rückblickend.

Auch bei den beteiligten Unternehmen stieß das neue Format auf große Zustimmung. Die Rückmeldungen der Unternehmen fielen überwiegend sehr positiv aus. Viele Verantwortliche lobten die Motivation und das Interesse der Jugendlichen und sahen im Praxislerntag eine gute Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu potenziellen zukünftigen Auszubildenden aufzubauen.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war die enge Begleitung durch die Schule. Alle Schülerinnen und Schüler wurden von Lehrkräften an ihren Praktikumsplätzen besucht. In persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen konnten Erfahrungen ausgetauscht und individuelle Rückmeldungen zu den Jugendlichen besprochen werden.

Ganz ohne Herausforderungen blieb der Praxislerntag allerdings nicht. Als einzigen größeren Kritikpunkt nannten die Schülerinnen und Schüler den zusätzlichen organisatorischen Aufwand: Da der reguläre Unterricht durch den Praxistag auf vier Wochentage konzentriert war, mussten Klassenarbeiten und andere Leistungskontrollen teilweise in kürzerer Zeit vorbereitet werden.
Eine gute persönliche Organisation war deshalb besonders gefragt. Trotz dieser Herausforderung fällt das Fazit der Heinrich-Heine-Schule eindeutig positiv aus. Der Praxislerntag hat gezeigt, dass Berufsorientierung besonders dann nachhaltig wirkt, wenn Jugendliche selbst aktiv werden und Verantwortung übernehmen können.

Ein besonderer Dank gilt deshalb den 24 teilnehmenden Unternehmen und regionalen Handwerksbetrieben, die sich vorbehaltlos auf das neue Praktikumsformat eingelassen und unseren Schülerinnen und Schülern diese wertvollen Erfahrungen ermöglicht haben. Für das kommende Schuljahr 2026/2027 möchte die Heinrich-Heine-Schule an diesen Erfolg anknüpfen. Die Schule hofft erneut auf die Unterstützung der regionalen Wirtschaft und möchte den Kreis der teilnehmenden Unternehmen und Handwerksbetriebe noch weiter ausbauen.

Denn eines hat der erste Praxislerntag deutlich gezeigt: Der Weg in die berufliche Zukunft beginnt manchmal am Mittwochmorgen – direkt im Betrieb vor Ort.

Text: Herr Knoblauch
BO-Beauftragter