Das gab es wirklich noch nie … kein allerallerletzter …

 🙁

Heute wäre  für unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der letzte Schultag gewesen…

Jeder weiß, was damit gemeint ist …!!!

Der allerallerallerletzte Schultag mit einem zünftigen Schulstreich am Abend davor und mit dem „Dorf“-Umzug am heutigen Morgen … und mit der verlängerten Hofpause … und  mit der lautstarken Polonaise durchs Schulhaus … und mit viel Spray für den „Farbausgleich“ der Haare … und mit kostenlosen Bonbons … und  mit … und mit …

Nichts von alldem fand heute statt … 

🙁

Unsere 15 Absolventen hätten heute ihren wirklich allerallerletzten offiziellen Schultag gehabt.

 

 

Wir trauern mit  …

 

„Andersdenkende denken auch nicht anders“

Seit September 2009 trafen sich 15 Mädchen in ihrer Freizeit und probten, angeleitet von der „Regisseurin und Drehbuchautorin“ Vera Valtin und „Tanzlehrerin“ Maria Günther.

Nachdem diese im letzten Jahr mit Schülern das Märchen Die Regentrude inszeniert hatten und mehrfach erfolgreich aufführten, setzten sie sich in diesem Jahr mit dem Thema „Toleranz“ auseinander.

Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die in einem kleinen Dorf  ein neues Leben beginnen wollen. Da sie sich anders kleiden und anders leben als der Rest der Dorfbewohner, werden sie sowohl von der Bevölkerung als auch vom Dorfpfarrer mit Beleidigungen und sogar mit körperlicher Gewalt verfolgt. Bevor die Geschichte mit einem Happy End ausgeht, kommt es beinahe zur Katastrophe.

 

Die Rollen wurden wie folgt besetzt:


„Dorfweiber“

„Die Gang“

„Die zwei Schwestern“

„Pfarrer und Bürgermeisterin“

Hier sind einige Fotos aus der Probenzeit:

Der Artikel im „Amtsblatt“

„Andersdenkende denken auch nicht anders“

Der Jahresempfang der Heinrich- Heine- Schule wurde in diesem Jahr durch die Premiere des gleichnamigen Theaterstückes -gespielt von Schülern der 6. Klassen- eröffnet.

Seit September 2009 trafen sich 15 Mädchen in ihrer Freizeit und probten, angeleitet von der Theaterpädagogin Vera Valtin.

Nachdem diese im letzten Jahr mit Schülern das Märchen „Die Regentrude“ inszenierte und mehrfach erfolgreich aufführte, setzte sie sich in diesem Jahr mit dem Thema „Toleranz“ auseinander. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die in einem kleinen Dorf  ein neues Leben beginnen wollen. Da sie sich anders kleiden und anders leben als der Rest der Dorfbewohner, werden sie sowohl von der Bevölkerung als auch vom Dorfpfarrer als Außenseiter betrachtet. Die Situation spitzt sich zu und bevor die Geschichte mit einem Happy End endet, kommt es beinahe zur Katastrophe.

Es war beeindruckend zu sehen, wie die Schülerinnen in ihrem Spiel über sich hinauswuchsen. Beispielgebend sind dabei zu nennen Carolin Frehse als Stine Siebenstein oder Lisa John in der Rolle des Pfarrers.

Begeisterung pur herrschte im Publikum, als sich die Darsteller am Ende verneigten.

Zu wünschen bleibt, dass noch viele Aufführungen folgen werden und dass Vera Valtin auch in den kommenden Jahren Gelegenheit findet, unsere Schüler zu solchen Höchstleistungen zu führen.

 

Heine-Redaktion

 

Internationale integratives Theaterprojekt „Gestrandet“

Wie alles begann …

„Das ist eure Bühne“, sagt Vera Valtin. „Hier wird das Stück aufgeführt.“

Doch so weit ist es noch nicht…

Am 10. Juli 2009 sahen sich die 9 teilnehmenden Schüler/innen, sechs aus unserer Schule und drei aus der Förderschule zur individuellen Lebensbewältigung Zirchow zum ersten Mal.

Dieses erste Treffen war der Auftakt zu den Proben für das Stück „Gestrandet“.

Während sich die Akteure unter Anleitung von Frau Valtin „beschnupperten“, besprachen Eltern, Schulleiterin, Projektverantwortliche und Begleiter, Koordinatorin und Schulsozialarbeiterin viele organisatorische Dinge.

Möglich wurde dieses Projekt durch eine Kooperation mit der ReGe Mölschow, gefördert wird es durch die EU, um Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam künstlerisch tätig werden zu lassen.

Schultheatertage

Am 29.04.2010 nahm die Gruppe mit dem Theaterstück an den Schultheatertagen im Theater Anklam teil und durfte unsere Schule dort vertreten. Gleichzeitig hatten alle Teilnehmer die Chance, die Darbietungen anderer Theatergruppen zu sehen und in tollen Workshops unter professioneller Anleitung neue Bühnenerfahrungen zu sammeln.

Da Anklam mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht rechtzeitig zu erreichen war, organisierte die Regionalgesellschaft Usedom – Peene Mölschow die Anreise mit einem Bus.

Die erfolgreiche Aufführung gibt uns Power und Selbstbewusstsein für die Auftritte in Ungarn (28.-31.Mai 2010) und Italien (4.-6.Juni 2010).

Proben in der Schule

Wöchentlich treffen sich die sieben Schüler/-innen mit ihrer „Regisseurin“ Vera Valtin in der Aula unserer Schule zum Proben.

Premiere

Die ReGe Mölschow stellte Bühnenbild, Kostüme und Technik bereit, und am 1. Advent erlebten viele Zuschauer die Premiere in der Kulturscheune Mölschow. Das war der Beginn, denn das Stück wird weiterentwickelt und im März 2010 am internationalen Theatertag in Mölschow, im Mai in Ungarn und im Juni beim internationalen Theaterfestival „Differenzart“ in Italien gezeigt.

Im Stück „Gestrandet“ treffen nach einem Schiffsunglück unter anderem eine unnahbare Geschäftsfrau, eine lebensfrohe Kellnerin oder auch ein Naturfreak auf einer einsamen Insel aufeinander. Gemeinsam müssen sie nun ums Überleben kämpfen. Das Stück entwickelte sich seit der Premiere im Dezember ständig weiter, sodass inzwischen die Schauspieler das Publikum aktiv in ihr Spiel auf und vor der Bühne einbeziehen.

 

Seit dem Sommer proben nun schon Schülerinnen unserer Schule und der Förderschule zur individuellen Lebensbewältigung Zirchow gemeinsam an diesem Theaterstück – jetzt sind sie soweit …..

Ungarn und Italien  … Wir kommen …!!!

 

  Ungarn (28.-31.Mai 2010) und Italien (4.-6.Juni 2010)

Letzte Aufführung „Gestrandet“ im Oktober 2010 

Nach 2 Jahren Zusammenarbeit im Theaterprojekt „Gestrandet“ war am 13. Oktober 2010 um 12.10 Uhr unser letzter Auftritt. Wir wollten Vera, unserer Theaterleiterin, nochmal „auf den Zahn fühlen“ und ließen sie am Ende des Stückes mitspielen. Sie improvisierte gut, denn wir hatten das Ende des Stückes heimlich selbst geschrieben und geprobt! Diese Aktion war ein Dankeschön an Vera Valtin und auch an Ingrid Sekerci von der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Insel Usedom-Peene mbH für die tolle Projektzeit und die Unterstützung. Natürlich bedanken wir uns auch bei Heinrich und Nico für die spontane Unterstützung (Ersatz-Schauspieler und Lichttechnik) bei unserem letzten Auftritt.

                                                                                  Friederike und Nicole (Kl.10)

Alle Mitwirkenden des EU-Projektes „Gestrandet“ erhielten von Frau Dr. Johannsen (Geschäftsführerin) und Frau Voigt (Bereichsleiterin) folgende Danksagung:

Liebe Mitwirkende des EU-Projektes DIFFERENZART,

am 13. Oktober ist es soweit, „Gestrandet“ wird ein letztes Mal in der Heinrich- Heine- Schule Karlshagen aufgeführt.
Damit gehen zwei spannende Jahre zu Ende, in denen die Schüler und Schülerinnen der Heinrich- Heine- Schule Karlshagen und der Schule für individuelle Lebensbewältigung Zirchow zusammen mit der Regisseurin Vera Valtin unserem EU-Projekt DIFFERENZART Leben eingehaucht haben.
Wir danken Euch allen recht herzlich dafür und hoffen Ihr hattet Spaß und Freude am Projekt, am Theaterspiel und auch an den unternommenen Reisen.

Wir können nur bewundern, was Ihr, eine Gruppe, die sich vorher nicht kannte, in dieser kurzen Zeit zu Wege gebracht habt.
Uns hat es sehr viel Freude bereitet diese Entwicklung zu erleben und zu begleiten. Wir möchten uns auch recht herzlich bei den Eltern bedanken, sowie bei den Schulleitern und betreuenden Lehrern, ohne ihre Kooperation, Hilfe und Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen.
Im Namen der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Insel Usedom-Peene mbH einen herzlichen Dank, dass Ihr dieses Projekt zu so einem Erfolg geführt habt.

Verfemte Musik – ungewöhnliche Projekttage im HTMPeenemünde – Kopie

Das neue Schuljahr begann für die Schüler der 9. und 10. Klasse mit einem dreitägigen Projekt zum Thema „Verfemte Musik in der Zeit des Nationalsozialismus“.

Unter Leitung der Pianisten und Musikpädagogen Volker Ahmels und Friederike Haufe näherten sich die Schüler in verschiedenen Workshops der Thematik. Sie beschäftigten sich intensiv mit dem Leben und Wirken verfolgter Komponisten, erarbeiteten ein Theaterstück zu Gedichten des Dadaismus und übten ein Musikstück ein.

Höhepunkt und Abschluss des Projektes bildete die Präsentation der Arbeitsergebnisse während eines öffentlichen Konzertes im Kesselhaus des HTI Peenemünde (so lautete der Name zu diesem Zeitpunkt, später umbenannt ins HTM Peenemünde), das durch Schüler der Rhythmusgruppe getragen wurde.

Starker Beifall und Begeisterung waren Lohn und Bestätigung ihrer großen Anstrengungen.

 

 

Klasse 8 der Heinrich-Heine-Schule gewinnt den 1.Preis

Auf dem Tourneeplan der Gruppe „Apparatschik“ steht seit dem 9.Oktober 2007 neben Hamburg, München, Amsterdam und Zürich nun auch Karlshagen auf Usedom.

Die Schüler des Wahlpflichtkurses Russisch Klasse 8 gewannen das Live-Konzert der europaweit bekannten Band „Apparatschik“, denn sie hatten sich an einem Preisausschreiben der Jugendzeitschrift „Spiesser“ beteiligt.
Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle auch an alle fleißigen Helfer für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Organisation und Durchführung dieses unvergesslichen Abends.
„Nach der 6. Stunde kamen die 4 Damen von der Stiftung „Deutsch-Russischer Austausch“ und haben mit uns und den Schülern der Klasse 10 gekocht.

Erst mussten wir die Piroggen und die Salate vorbereiten, bevor wir die leckeren Sachen essen konnten. In den Piroggen haben wir verschiedene Füllungen, wie Kartoffelpüree, Apfelmus oder Krautsalat gefüllt. Frau Juretzko hat noch Soljanka gekocht. Nach dem Essen hatten wir von um vier bis halb sechs Zeit, uns mental auf das Apparatschik- Konzert vorzubereiten.
Um kurz vor sechs war der Einlass in die Aula und jeder versuchte, einen günstigen Platz zu bekommen. Die Band kam zwar eine halbe Stunde zu spät, aber das Warten hat sich gelohnt.
Am Anfang wurde die Band mit viel Gelächter und Applaus empfangen. Schon nach kurzer Zeit standen alle Schüler von ihren Plätzen auf und tanzten. In der Pause konnten wir an einem Quiz  teilnehmen und auch etwas gewinnen, nämlich einen Kalender aus Russland, den Marie Löschke aus der Klasse 8 gewonnen hat.
Nach der Pause ging’s  mit neuer Energie auf die Tanzfläche.
Um kurz nach acht verabschiedete sich die Band, aber nicht ohne eine ordentliche Zugabe, so dass wir alle ungefähr um 20.15 Uhr nach Hause gegangen sind, mit neuen Eindrücken ganz anderer „Volxmusik“.“         Pauline H.

„…Es war ein sehr schöner Tag für uns alle.
In der 7. Stunde haben wir mit dem Kochen angefangen. Es gab typisch russische Gerichte…
Die meisten gönnten sich nach dem Essen erstmal eine Pause. Sie konnten Basketball spielen, sich einfach hinsetzen und entspannen und das machen, wozu sie Lust hatten.
Die, die keine Pause hatten, haben in der Küche gearbeitet: sie haben abgewaschen und aufgeräumt…“   Sarah B.

„…Wir machten Piroggen, Salate und Pelmeni. Wir hatten viel Spaß beim Schneiden und vor allem beim Essen… Die Band Apparatschik aß unser selbst Gekochtes und dann gaben sie ein Konzert für uns…“  Saskia D.

„Das Kochen hat mir Spaß gemacht. Das Essen hat mir geschmeckt. Die Musik von Apparatschik war sehr gut. Es war viel los.“ Sven S.

„Ich fand, dass der Nachmittag wirklich gelungen war. Ich glaub, es hat allen sehr viel Freude bereitet. Es war auch gut, dass alle mitgemacht haben und keiner nur daneben stand…“   Levin V.

„Die Gäste waren nett! Das Essen war lecker! Das Kochen war schön! Das Konzert war schön! Der ganze Tag war schön!“   Björn B.

„…Allgemein der ganze Tag war gut…“   Richard L.

„…Man hat immer was Neues ausprobieren können…“   Marie L.

„…Am Dienstag, dem 9 Oktober, hatten wir am Abend ein Russisches Konzert… Um 18.20 Uhr ist die Band „Apparatschik“ aufgetreten. Sie haben Lieder nach Rockart gesungen.“ Steven T.

Ein unvergesslicher Abend

„Und dann war es so weit, um 18.00 Uhr wurde die Tür der Aula geöffnet. Das erste, was auffiel, war der Getränkestand, wo sich z. B. russische Getränke befanden. Klar bediente sich jeder ausgiebig und wartete dann auf den bevorstehenden Auftritt von Oleg, Desto, Yuri und Roman. Als die Band endlich auf der Bühne stand, war es mucksmäuschenstill! Und dann legten sie los! Volksmusik, Ska, Rock und Polka, diese Stilrichtungen konnten sich Lehrer, Schüler, Eltern und andere interessierten Leute anhören. Das erste, was aber auffiel, waren die außergewöhnliche Kleidung, die die Musiker trugen und die Instrumente die sie mit sich führten: Balalaika, Bass, Akkordeon, Schlagzeug und eine Stimme, die unter die Haut ging! Zuerst wusste keiner, was er von der Band halten sollte, niemand stand auf und tanzte, stattdessen pressten sich alle regelrecht in ihre Sitze, um nicht auf die Tanzfläche zu müssen. Doch als wir von der Band dazu aufgefordert wurden aufzustehen, war es mit der Zurückhaltung der Gäste vorbei! Jetzt lebte der Raum, außergewöhnliche und lustige Tänze wurden von den Schülern aufgeführt, auch sehr animierende Gruppentänze erregten Aufsehen. Nach fast dreißigminütigem, ausgiebigem Tanz gab es erst einmal eine Pause, zum Erholen, zum Reden oder zum Auftanken von Flüssigkeit.

Nach der Pause begaben sich alle zurück an ihre Plätze, jetzt war es wieder ruhig im Raum. Zuerst traute sich keiner mehr auf die Tanzfläche. Doch dann wurde die Menge unruhig und schließlich konnte sich keiner mehr halten. Nun sprangen sogar die Lehrer auf und fingen mit ihren Schülern, die sonst so faul im Unterricht an ihren Bänken sitzen, zu tanzen an. Spaß und Action waren nicht mehr wegzudenken. Wilde Tänze wurden praktiziert, eine Stunde „Sport“ und Spaß war angesagt. Und dann  war alles vorbei. Alle wollten noch eine Zugabe und die sollten sie auch bekommen. Die letzte Power wurde aufgebraucht. Jetzt waren alle fertig, aber auch zufrieden, so toll hätte sich das niemand vorgestellt! Doch nun war der aufregende Abend vorbei und wir hoffen, die Jungs der Band Apparatschik hatten genauso viel Spaß wie wir.“

Priscilla Rohmann


Bleibt noch zu sagen, dass dieser Auftritt von den Stiftungen „Deutsch-Russischer Austausch“ und „ West-Östliche Begegnungen“ gesponsert wurde.